Ich mag „Aufstriche“ für Brote sehr – am liebsten solche, die man statt nur fürs Brot auch als Abwechslung in Salaten verwenden kann, die ich noch mehr liebe. Ihre Zubereitung zu Hause ist jedoch nicht selten eine Herausforderung. Meine Kleinen verstehen nicht, dass auch für eine leckere Pastete Zeit und Herz nötig sind. Zudem ist die Herstellung einer perfekten vegetarischen Pastete gar nicht so einfach – vor allem nach vielen Jahren des Fleischverzehrs, was die problemlose Umstellung auf andere Geschmäcker deutlich erschwert.
In meiner Küche dominieren derzeit leicht verdauliche Gerichte. Die von mir vorgeschlagene vegetarische Pastete kann es problemlos mit typischen Fleischpasteten aufnehmen. Neben einer ordentlichen Portion Eiweiß liefert sie wesentlich mehr Ballaststoffe und Phytostoffe und ist gut bekömmlich. Außerdem verwende ich bei der Zubereitung der vegetarischen Pastete viele Gewürze, wodurch sie nicht nur den richtigen Geschmack erhält, sondern auch wertvolle, gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe – zahlreiche Antioxidantien, Vitamine und Spurenelemente. Meiner Ansicht nach wird Fleisch dieses Rennen nie gewinnen.
Der letzte Punkt meiner Pasteten-Odyssee ist... das Backen. Vor einiger Zeit habe ich beschlossen, die Wärmebehandlung zu Hause im Niedrigtemperaturbereich zu machen. Hauptsächlich wegen der Vitamine, der Oxidation von Fetten und der Denaturierung von Eiweißen. Je niedriger die Temperatur, desto besser – und tatsächlich reichen 70 Grad für die meisten Lebensmittel aus, um den gewünschten Geschmack und die gewünschte Konsistenz zu erhalten. Außerdem gilt: Je länger ich etwas garen lasse, desto geringer ist das Risiko, dass das Gericht anbrennt, und wenn die Kinder einen ständig vom Herd wegziehen, ist es sicherer, Speisen auf eine möglichst „anbrennsichere“ Art zu kochen.
Ironischerweise besitze ich einen Schinkenkocher, der zwar für Fleischliebhaber gedacht ist, aber ich habe es mir zur Ehre gemacht, ihn für vegetarische Zwecke zu nutzen. Verlockend war auch, dass sich im Schinkenkocher die Temperatur des Füllguts mit Laborpräzision kontrollieren lässt. Also... viel Spaß beim Ausprobieren des Rezepts für eine vegetarische Pastete.
Rezept für vegetarische Pastete
Variante mit Champignons und Karotten
Zubereitung:
Die Sojabohnen habe ich ca. 12 Stunden eingeweicht und weich gekocht, wobei ich sie zwischen diesen Schritten mit Wasser abgespült habe. Ich habe Sojasauce hinzugegeben und alles fein zerkleinert.
Die Zwiebel habe ich in Butter glasig gedünstet, anschließend die Champignons hinzugefügt und alles so angebraten, dass die Pilze ziemlich trocken waren. Man kann sie auch einen Tag vorher vorbereiten – schneiden und in den Kühlschrank legen, damit sie etwas abtrocknen. Zu den Pilzen habe ich die gehackte Petersilie sowie alle trockenen Kräuter und Gewürze (außer Salz und Pfeffer) gegeben.
Das mit Olivenöl eingeriebene Gemüse und die Knoblauchknolle (von der Knolle habe ich nur die Spitze abgeschnitten, um die Zehen freizulegen) habe ich leicht mit Salz bestreut und im Ofen bei 200⁰C weich gebacken (es lohnt sich darauf zu achten, dass das Gemüse in gleich große Stücke geschnitten ist, denn so gart es besser). Das dauerte ca. 30 Minuten. Anschließend habe ich die weichen Knoblauchzehen aus der Knolle gedrückt und zusammen mit dem Gemüse zerkleinert. Im nächsten Schritt habe ich beide Massen – Soja und Gemüse – miteinander vermischt. Ich habe 2 Eier, Sojasauce, Salz und Pfeffer nach Geschmack hinzugefügt. Ist die Masse zu flüssig, kann man einen Esslöffel Kartoffelstärke dazugeben. Ich habe die Pastete in den Beutel des Schinkenkochers gefüllt und in kochendes Wasser gestellt. Die Temperatur im Schinkenkocher habe ich kontrolliert, und als sie 70⁰C erreicht hatte, habe ich den Schinkenkocher bei Zimmertemperatur abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen habe ich die Pastete aus dem Beutel genommen, zu meinem Glas Preiselbeeren gegriffen und probiert... Wärmstens zu empfehlen!
Allergiker-Prophylaxe
Was ist mit der Soja...? Soja ist eine der wichtigsten Quellen für Phytoöstrogene. Östrogene oder Substanzen, die sie imitieren, nehmen wir auch aus anderen Quellen auf: aus Kunststoffen mit Bisphenolen, Haushaltschemie, Medikamenten usw. Eine zu große Menge an Östrogenen (oder Substanzen mit entsprechender Wirkung) im Körper kann für unsere Gesundheit gefährlich sein, zur Entstehung von Krebs beitragen, Probleme mit der Fruchtbarkeit, der Schilddrüse und dem Funktionieren des Hormonsystems begünstigen, Fettleibigkeit fördern und die Leber überlasten... denn in der Leber wird der Überschuss an Östrogenen unschädlich gemacht. Wenn du daher bei der Pastetenzubereitung keine Soja verwenden möchtest – ersetze sie durch Kichererbsen (in entsprechendem Gewicht) und gib zusätzlich 2 Esslöffel Olivenöl hinzu.
Guten Appetit!
Jagoda
Guten Appetit! ...denn Selbstgemachtes ist besser!
aus dem Schinkenkocher
aus dem Schinkenkocher
vegetarisches Gericht
fleischloses Gericht aus dem Schinkenkocher
bleibzuhause