Wir beginnen mit der Veröffentlichung einer besonderen Reihe, in der wir kulinarische Geschichten …aus der Küche – und zwar einer sehr konkreten – präsentieren werden; wir werfen nämlich einen Blick in den heimischen Kredenzschrank einer außergewöhnlichen Familie, in der seit mindestens anderthalb Jahrhunderten Rezepte für verschiedene Köstlichkeiten niedergeschrieben und aufbewahrt wurden. In der Geschichte dieser Familie spiegelt sich, wie in einem Spiegel, die polnische Geschichte wider. Es ist die Geschichte von Menschen, die selbst ebenfalls Geschichte schrieben… Wir danken Herrn Piotr Rydzewski herzlich für die Bereitstellung von Materialien aus dem Familienarchiv – darunter sowohl einzigartige Fotos und Dokumente als auch alte und neuere, handschriftlich festgehaltene Rezepte. Einige davon erinnern an Zeiten, in denen die schöne Kunst der Kalligrafie noch im Alltag gepflegt wurde.
Wir laden herzlich zur Lektüre der Artikel ein und dazu, zumindest einige der Rezepte auszuprobieren, die hier erscheinen werden, denn viele davon lassen sich auch heute mit Erfolg nutzen – was wir selbst mit köstlichem Ergebnis überprüft haben. Manche Zutaten oder ihre Mengen erscheinen heute etwas überraschend und stellen eine Herausforderung für die Vorstellungskraft dar, doch die Anpassung an die eigenen Möglichkeiten und Bedürfnisse kann ein faszinierendes Abenteuer sein. Umso mehr ermutigen wir dazu, da wir selbst stets mit Vorliebe zu den Schätzen der Vergangenheit greifen und mit Enthusiasmus nach Inspirationen suchen, die für Entdecker des erlesenen Geschmacks hausgemachter Speisen attraktiv sind.
Möge dies eine Gelegenheit sein, unsere wunderbare kulinarische Tradition mit kreativem Blick zu betrachten – und zugleich eine Begegnung mit einem Stück fesselnder Geschichte, die über mehrere Generationen in Wort und Bild festgehalten wurde.
In den nächsten Folgen unserer Reihe werfen wir einen Blick auf den ersten der zwei Hauptäste des Stammbaums von Herrn Piotr – die Familie Kuźnicki. Die meisten Rezepte, die wir präsentieren werden, hat Aleksandra Kuźnicka, geb. Lipska, niedergeschrieben und für die Nachwelt bewahrt.

© Piotr Rydzewski / Foto: BROWIN
...denn Selbstgemachtes ist besser!